Alles war vorbereitet. Herr Koppetsch und Herr tum Suden hatten am Dienstagabend noch die Bühne samt Licht- und Tonanlage mit allen Kulissen aufgebaut, damit es am Donnerstagmorgen gleich losgehen konnte. Die beiden Musiklehrer hatten sich nämlich mit ihrer Kollegin Frau Palme und Schülern aus den Wahlpflichtkursen Musik und Theater der Klassen 7 bis 9 verabredet, um an den vier schulfreien Tagen jeweils von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr ihr neues Musical "Mein Lieblingsgericht", welches am 14. Juni uraufgeführt werden sollte, noch einmal konzentriert zu proben.
Himmelfahrt, beim Betreten der Schule, konnte man schon von weitem Herrn Martens, den Konrektor, und Herrn Junge, den Hausmeister, sehen. Irgendetwas stimmte nicht. Doch in dem Moment konnte man es auch schon riechen: Rauch. Es hatte gebrannt. In der Aula, in der geprobt werden sollte, war alles mit einer Rußschicht bedeckt und schnell war klar, dass aus den geplanten Proben nichts werden würde.
"So schnell lassen wir uns nicht unterkriegen", war zu hören. Sofort wurde eine Kette zur Sporthalle gebildet, Instrumente wurden aus dem hinteren, verschont gebliebenen Musikraum zur Halle getragen und dort zusammen mit einem Gerichtssaal aus Turngeräten aufgebaut. Improvisation ist eben alles.
Na schön, die Licht- und Tontechnikproben mussten wegfallen, die Musik-, Sprach- und Schauspielroben waren jedoch sehr erfolgreich und haben viel Spaß gemacht.
Während es am Dienstag noch für alle Schüler "schulfrei" hieß, hatten sich die Teilnehmer des Musicals schon wieder zur ersten Stunde versammelt und ihr Musical noch einmal durchgespielt.
Danach gab es leider noch eine schlechte Nachricht. Selbst wenn, was unwahrscheinlich war, das Forum bis zum geplanten Aufführungstermin wieder benutzbar sein würde, könnte man eine gelungene Aufführung wegen der kommenden Umstände kaum schaffen. Alle waren sich einig. Eine Verschiebung des Termins sei das Beste. In den ersten Tagen nach den Sommerferien wird also noch einmal kräftig geprobt und in der Woche darauf gibt es dann endlich die lang erwartete Uraufführung von "Mein Lieblingsgericht".
Buten un Binnen
Aber auch für alle anderen Schüler gab es schlechte Nachrichten. Die von Radio Bremen am Mittwoch, 23. Mai, morgens, gemachten Aufnahmen, die noch am selben Abend in "Buten un Binnen" gezeigt wurden, zeigen, warum: